Wer seinen Diesel mit einem Kredit der Santander Bank finanziert hat, hat gute Chancen, mittels des “Diesel-Widerrufsjokers” Kauf und Kredit rückgängig zu machen. Alle mit dem Dieselskandal verbundenen Probleme (Wertverlust, Fahrverbote) kann er mit dem Widerruf umgehen.

Strenge Gesetze schützen Verbraucher

Zum Hintergrund: Der Gesetzgeber verpflichtete Banken, Verbraucher umfassend zu informieren und sie richtig und vollständig über ihr zweiwöchiges Widerrufsrecht zu belehren. Versäumte die Bank dies, hörte die zweiwöchige Widerrufsfrist nicht auf zu laufen und der Widerruf ist auch Jahre nach Vertragsunterzeichnung noch möglich. Sofern der Kredit a) vom Autohändler vermittelt wurde und b) der Käufer/Kreditnehmer als Verbraucher, also privat handelte, führt der Widerruf zur Auflösung von beiden Verträgen. Der Käufer/Kreditnehmer erhält die an die Bank gezahlten Raten zurück und gibt der Bank den Wagen. Der Kredit gilt als getilgt. Unter Umständen muss sich der Verbraucher einen Abzug für den Gebrauch des Wagen gefallen lassen. Mehrere Landgerichte haben mittlerweile entsprechend geurteilt.

Santander-Kredite auch fehlerhaft

Die Überprüfung von Vertragsunterlagen der Santander Bank hat ergeben, dass auch diese fehlerhaft sind und den Darlehensnehmer zum Widerruf berechtigen. So ist die Berechnungsweise der Vorfälligkeitsentschädigung von der Santander Bank nicht nachvollziehbar dargestellt worden. Dies hätte die Santander Bank aber gewährleisten müssen. Denn auch die Angabe, wie die Vorfälligkeitsentschädigung berechnet wird, gehört zu den Informationen, die die Santander Bank wie jede andere Bank auch klar und verständlich erteilen muss.

Für Dieselfahrer und andere interessant

Dieselbesitzer haben ein Interesse, Ihren Diesel ohne Wertverlust zurückzugeben. Für sie ist die Widerrufsjoker ein guter Weg. Der Widerruf hängt aber nicht von der Antriebsart des Wagens ab. Grundlage des Widerrufs ist allein die Fehlerhaftigkeit des Verbraucherkreditvertrags. Das heißt, auch wer aus anderen Gründen mit seinem Wagen oder der Santander-Finanzierung unzufrieden ist, sollte rechtlichen Rat bei Dr. Storch & Kollegen einholen.

Rechtsschutzversicherung greift

Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, erhält i.d.R. Kostendeckung. Leider haben Dr. Storch & Kollegen und viele andere erfahrene Verbraucherschützer die Erfahrung gemacht, dass Rechtsschutzversicherer die Kostendeckung unter Vorwänden ablehnen. Dies gilt gerade in Massenfällen wie denen im Zusammenhang mit dem Dieselskandal. Dr. Storch & Kollegen bietet daher an, die Kostendeckungsanfrage im Rahmen der kostenlosen Erstberatung für den Mandanten durchzuführen. Wir setzen Ihr Recht durch!