Berlin wird für Dieselfahrer zum Labyrinth

Berlin muss diverse Hauptverkehrsachsen bis Mitte 2019 für Diesel sperren. So entschied das Verwaltungsgericht der Hauptstadt am Dienstag, dem 09.10.2018. Die Richter legten dem Senat auf, bis zum 31. März 2019 einen verschärften Luftreinhalteplan mit den entsprechenden Dieselfahrverboten zu erlassen. Die Fahrverbote für mindestens elf Straßenabschnitte auf acht Straßen müssen laut der Entscheidung dann spätestens Ende Juni 2019 verwirklicht werden.

Straßen mit verordneten Fahrverboten:

  • Leipziger Str. (zwischen Wilhelmstr. Bundesrat)
  • Leipziger Str. (zwischen Charlottenstr. Friedrichstr.)
  • Leipziger Str. (zwischen Friedrichstr. Leipziger Str.)
  • Brückenstr. (zwischen Köpenicker Str. und S-Bahnhof Jannowitzbrücke)
  • Reinhardtstr. (zwischen Charitéstr. Margarete-Steffin-Str.)
  • Kapweg (zwischen Kurt-Schumacher- Scharnweberstr.)
  • Reinhardtstr. (zwischen Margarete-Steffin- Str. Kapelle-Ufer)
  • Alt-Moabit (zwischen Gotzkowskystr. Beusselstr.)
  • Friedrichstr. (zwischen Mittelstr. und Dorotheenstr.)
  • Stromstr. (zwischen Bugenhagenstr. und kurz vor Turmstr.)
  • Leonorenstr. (Kaiser-Wilhelm- und Saarburger Straße)

Für weitere mehr als 100 Straßen muss die Umweltverwaltung ebenfalls die Belastung senken. Hier sind neben Fahrverboten aber auch andere Maßnahmen wie Tempo-30-Zonen möglich.

Viele können ihren Diesel wieder loswerden

Dieselfahrer, die einen Wagen mit dem Baujahr 2008 bis 2015 aus dem VW-Konzern (VW, Audi, Seat, Skoda) fahren, haben nach Ansicht der meisten Gerichte einen Anspruch auf Schadensersatz, der auf Rückerstattung des Kaupreises abzüglich einer Nutzungsentschädigung gegen Rückgabe des Wagens geht. Betroffen sind die Modelle mit einem EA189-Motor. Dieser Anspruch verjährt zum 31.12.2018. Wer diesen Anspruch durchsetzt, vermeidet unter dem Strich den Wertverlust. Und kann so besser auf ein Auto umsteigen, das überall fahren darf.

Wir prüfen gerne für Sie, ob Ihr Wagen betroffen ist.

Wer seinen Diesel als Verbraucher mit einem Autokredit finanziert hat, der vom Verkäufer vermittelt wurde, oder einen Leasingvertrag geschlossen hat, kann den sog. Diesel-Widerrufsjoker ziehen. Formfehler machen es möglich! Die Verträge der meisten Autobanken weisen Formfehler auf, die nach dem Willen des Gesetzgebers die eigentlich nur zweiwöchige Widerrufsfrist nicht ablaufen lassen. Der Widerruf bewirkt die Rückabwicklung von Kauf und Kredit. Das heißt, die Bank muss den Wagen nehmen und die Tilgungsgraten rückerstatten. Der Darlehensnehmer muss sich den Abzug einer Nutzungsentschädigung gefallen lassen. Der Kredit gilt mit der Rückgabe des Wagens als getilgt. Fahrverbote und Wertverluste drohen nicht mehr.

Wenn Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, haben Sie keinerlei Kostenrisiko. Die Versicherung muss die beschriebenen Fallkonstellationen i.d.R. abdecken.

Rufen Sie uns hierzu gerne unverbindlich und kostenfrei an. Gerne beraten wir Sie hierzu.