Behebt ein Software-Update den Mangel des Fahrzeugs?

Bundestag bestätigt Ansprüche in einem Gutachten.

In den Medien ist die Rede davon, dass das Software-Update durch den Rückruf in die Werkstätten bei den Autos zwar den ursprünglich geschuldeten „Abgaszustand“ wiederherstellt, es jedoch zu erhöhten Verbrauchswerten und anderen Nachteilen kommt. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt dürfte bei Interessenten zumindest große Skepsis bestehen, ob das Auto nicht weiterhin mangelbehaftet ist, trotz des Software-Updates. Ein Käufer wird daher sehr zurückhaltend sein und zumindest versuchen, den Kaufpreis ganz erheblich zu drücken aufgrund des VW-Skandals.

Besitzer von den betroffenen VW-, Audi-, Seat- und Skodamodellen müssen daher davon ausgehen, dass ihr Auto durch den Abgasskandal einen Minderwert aufweist und sie dadurch einen nicht unerheblichen Schaden haben, auch wenn eine Nachbesserung in einer Werkstatt erfolgen sollte. Die PkW‘s werden zumindest nach Einschätzung der breiten Bevölkerung und auf dem Gebrauchtwagenmarkt mit einem Makel behaftet sein, der sich auch auf den Preis auswirken wird.

Dr. Storch sieht das wie folgt:

„Gerade Käufer der nicht ganz billigen Autos von VW, Seat und Skoda, aber auch der Premiummarke Audi fühlen sich zu Recht hinter’s Licht geführt. Sie haben auf den guten Namen von Volkswagen vertraut und sehen sich nunmehr zu Recht in ihrer Erwartung enttäuscht. Wir werden diese Schäden im Namen unserer Mandanten geltend machen und zwar auch dann, wenn wir vor Gericht ziehen müssen.“